WARUM MUSIKTHERAPIE?

Musik – und insbesondere das freie Spiel mit Klängen, Rhythmen und Geräuschen – knüpft an die frühesten Erfahrungen menschlicher Existenz an. Sie kann sehr schnell Erinnerungen aktivieren und uns mit Atmosphären, Gefühlen oder Körperempfindungen in Kontakt bringen, die rein sprachlich oft nicht zugänglich sind. Was nicht in Worte zu fassen ist, kann ausgedrückt und hörbar gemacht werden.

Dafür stehen einfach spielbare Instrumente als Ausdrucksmittel zur Verfügung. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Mit sich und dem Klang -
im gemeinsamen Spiel -
oder einfach zuhörend.

In vorstrukturierten oder freien musikalischen Improvisationen entsteht ein nonverbaler Spielraum, in dem sich Gefühle, Stimmungen, Bedürfnisse, innere Konflikte oder Spannungen zeigen können. 

Im gemeinsamen Spiel werden eigene Beziehungsmuster sichtbar. Diese können im Wechsel von Spiel und Reflexion erfahren und erweitert werden. 

Neben dem aktiven Tun kann die Musik auch als rezeptives Medium genutzt werden: Durch das bewusste Hören von Musik können Gefühle, Erinnerungen, Körperempfindungen oder Fantasien angeregt werden, die im anschließenden Gespräch therapeutisch vertieft werden.

Ganz allgemein gilt: Musiktherapie ist ein gesetzlich anerkannter Gesundheitsberuf. Als künstlerisch-kreative Therapieform mit psychologischer und psychotherapeutischer Theoriebildung werden musikalische Mittel gezielt eingesetzt, um Leidenszustände zu behandeln. Musikalische Vorkenntnisse sind dabei nicht erforderlich.

Weiterführende Informationen: Österreichischer Berufsverband für Musiktherapie –  www.oebm.org